Lichtzyklus 18/6 vs. 12/12: Wachstum und Blüte steuern

Beim Indoor-Anbau übernimmst du eine Aufgabe, die draußen die Sonne erledigt: die Steuerung des Lichts. Wie lange deine Lampe pro Tag leuchtet, entscheidet maßgeblich darüber, ob deine Pflanze wächst oder in die Blüte geht. Die beiden wichtigsten Lichtzyklen heißen 18/6 und 12/12. In diesem Beitrag erklären wir, was dahintersteckt, wann du welchen Zyklus nutzt und worauf du bei der Umsetzung achten solltest.

Hinweis: Dieser Beitrag richtet sich an Personen ab 18 Jahren und dient ausschließlich der Information. Bitte beachte die jeweils geltende Rechtslage in Deutschland zu Anbau und Besitz, bevor du loslegst.

Was bedeutet der Lichtzyklus überhaupt?

Die Zahlen geben das Verhältnis von Licht zu Dunkelheit pro 24 Stunden an. „18/6“ heißt: 18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit. „12/12“ bedeutet 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. Cannabis ist eine sogenannte Kurztagpflanze – sie orientiert sich an der Länge der Dunkelphase und leitet daraus ab, in welcher Lebensphase sie sich befindet.

18/6 – der Zyklus für die Wachstumsphase (Veg)

In der vegetativen Phase soll die Pflanze vor allem eines tun: kräftig wachsen, Blätter und ein stabiles Gerüst ausbilden. Viel Licht liefert dafür die nötige Energie. Üblich sind hier:

  • 18/6 als bewährter Standard – gutes Verhältnis aus Wachstum und Stromverbrauch.
  • Alternativ 20/4 oder sogar 24/0, wenn man maximales Wachstum anstrebt. Eine kurze Dunkelphase gilt vielen jedoch als sinnvoll, damit die Pflanze „durchatmen“ kann.

Wie lange die Veg-Phase dauert, hängt von deinem Platz und der gewünschten Endgröße ab – einige Wochen sind typisch.

12/12 – der Auslöser für die Blüte

Stellst du den Timer auf 12/12 um, signalisierst du der Pflanze: Der Sommer geht zu Ende, es ist Zeit zu blühen. Wichtig ist dabei eine möglichst ununterbrochene Dunkelphase. Schon kurze Lichteinbrüche in den 12 Stunden Dunkelheit können die Blüte stören oder zu Zwittern (Hermaphroditen) führen.

  • Halte den Growraum während der Dunkelphase wirklich lichtdicht.
  • Vermeide es, „mal eben“ das Licht anzuschalten, um nachzusehen – nutze stattdessen eine grüne Arbeitsleuchte.

Der Timer: dein wichtigstes Werkzeug

Ein zuverlässiger Zeitschalter ist Pflicht. Manuelles Ein- und Ausschalten ist fehleranfällig, und gerade in der Blüte verzeiht die Pflanze Schwankungen schlecht. Empfehlenswert:

  • Digitale Timer arbeiten meist präziser als mechanische Modelle.
  • Achte auf eine ausreichende Schaltleistung passend zu deiner Lampe.
  • Kontrolliere die Uhrzeit nach Stromausfällen, damit der Rhythmus nicht verrutscht.

Die passende Lampe dazu findest du in unserer Kategorie LED Growlampen. Welche Lichttechnik – LED oder NDL – zu dir passt, vergleichen wir ausführlich im Beitrag Grow-Beleuchtung: LED vs. NDL.

Die Autoflower-Ausnahme

Autoflowering-Sorten ticken anders: Sie blühen nicht abhängig vom Lichtzyklus, sondern automatisch nach einer bestimmten Zeit. Du musst hier also nicht auf 12/12 umstellen. Viele Grower lassen Autoflower-Pflanzen durchgehend in einem lichtreichen Zyklus wie 18/6 oder 20/4 stehen – von der Keimung bis zur Ernte. Mehr zu den Unterschieden liest du im Beitrag Autoflowering vs. feminisierte Samen. Passendes Saatgut gibt es in unserer Kategorie Samen.

Fazit

Der Lichtzyklus ist eines der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Werkzeuge im Indoor-Grow: 18/6 für kräftiges Wachstum, 12/12 zum Einleiten der Blüte – und bei Autoflowern entfällt das Umschalten komplett. Mit einem präzisen Timer und einer lichtdichten Dunkelphase legst du die Basis für einen ruhigen, gleichmäßigen Ablauf. Bei Fragen zur passenden Ausstattung beraten wir dich gern in Paderborn oder über unseren Growshop.

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