Licht ist im Indoor-Grow der wichtigste Faktor – ohne die passende Lampe bleibt selbst die beste Genetik unter ihren Möglichkeiten. Doch LED, NDL oder Leuchtstoffröhre: Welcher Lampentyp passt zu deinem Setup? In diesem Überblick vergleichen wir die gängigen Systeme, klären Wattage pro Fläche, den richtigen Abstand und die Stromkosten – und geben dir einen Tipp für jede Wachstumsphase. Hinweis: Der Eigenanbau von Cannabis unterliegt in Deutschland gesetzlichen Regeln (u. a. Mengen- und Altersgrenzen). Informiere dich vorab über die aktuelle Rechtslage. Unsere Produkte sind ausschließlich für Personen ab 18 Jahren bestimmt.
Die drei gängigen Lampentypen im Vergleich
Grob lassen sich drei Systeme unterscheiden, die jeweils ihre Stärken haben:
- LED: Moderne Standardlösung. Hohe Lichtausbeute pro Watt, geringe Abwärme, lange Lebensdauer und meist ein breites, gut nutzbares Spektrum. Höhere Anschaffungskosten, dafür niedrige Betriebskosten.
- NDL / HPS (Natriumdampf-Hochdruck): Der Klassiker für die Blüte. Kräftiges, warmes Lichtspektrum und günstig in der Anschaffung. Erzeugt allerdings viel Wärme und verbraucht mehr Strom – eine gute Belüftung ist Pflicht.
- LSR / CFL (Leuchtstoff- und Energiesparröhren): Schwächer im Output, aber sehr schonend. Ideal für Stecklinge, Sämlinge und kleine Setups, weil sie kaum Wärme abgeben und nah an die Pflanze dürfen.
Wattage pro Fläche – wie viel Licht braucht es?
Als grobe Orientierung für die Leistung gilt:
- LED: ca. 100–150 W effektive Leistung pro Quadratmeter Grundfläche.
- NDL/HPS: klassisch rund 400–600 W pro Quadratmeter.
- LSR/CFL: eher für kleine Flächen oder die Anzucht, kein Ersatz für eine vollwertige Blütebeleuchtung.
Wichtig: Verlasse dich nicht allein auf die Wattzahl, sondern achte auf die tatsächliche Lichtleistung (PPFD) und ein gleichmäßiges Ausleuchten der gesamten Fläche.
Der richtige Abstand
Zu nah brennt die Blätter, zu weit verschenkt Licht. Konkrete Werte gibt immer der Hersteller vor – diese Faustwerte helfen zur Einordnung:
- LED: je nach Modell etwa 30–60 cm über dem Bestand.
- NDL/HPS: wegen der Hitze meist 40–60 cm Abstand.
- LSR/CFL: dürfen mit 10–20 cm sehr nah heran.
Beobachte die Pflanzen: Hochwachsende, dünne Triebe deuten auf zu wenig Licht hin, gebleichte oder eingerollte Blattspitzen auf zu viel.
Stromkosten im Blick
Die Lampe läuft täglich viele Stunden – der Verbrauch summiert sich. Eine 400-W-NDL über 12 Stunden zieht rund 4,8 kWh pro Tag, eine sparsame LED kommt bei vergleichbarer Lichtmenge oft mit deutlich weniger aus. Über eine ganze Saison kann sich die teurere LED dadurch amortisieren. Rechne deinen individuellen Strompreis gegen, bevor du dich entscheidest.
Tipp pro Phase
- Anzucht/Stecklinge: sanftes Licht mit LSR/CFL oder schwach gedimmter LED – wenig Hitze, wenig Stress.
- Wachstum (vegetativ): LED mit kühlerem, blaulastigem Spektrum sorgt für kompakten, kräftigen Wuchs.
- Blüte: warmes, rotlastiges Spektrum – klassisch per NDL/HPS oder Vollspektrum-LED.
Fazit
Es gibt nicht die eine perfekte Lampe – entscheidend sind Fläche, Budget, Belüftung und Phase. Für die meisten Einsteiger ist eine gute Vollspektrum-LED ein solider Allrounder, während NDL bei kleinem Budget und ausreichender Kühlung weiter ihre Berechtigung hat. Passende Lampen und das nötige Zubehör findest du in unserer Kategorie LED Growlampen sowie im gesamten Growshop. Wer noch ganz am Anfang steht, sollte auch die Anzucht richtig aufsetzen und einen Blick in unsere Anleitung zum Keimen von Cannabis-Samen werfen. Bei Fragen zur passenden Beleuchtung beraten wir dich gern – komm vorbei oder nutze unseren Kontakt.

