Cannabinoide erklärt: THC, CBD, CBG und CBN

Hanf ist eine erstaunlich vielseitige Pflanze. Neben Fasern und Samen enthält sie eine ganze Gruppe von Wirkstoffen, die sogenannten Cannabinoide. Mehr als 100 verschiedene Cannabinoide sind bekannt, doch nur wenige stehen wirklich im Rampenlicht: THC, CBD, CBG und CBN. In diesem Beitrag erklären wir sachlich, was diese Abkürzungen bedeuten, wie sich die Stoffe unterscheiden und warum oft vom sogenannten Entourage-Effekt die Rede ist. Hinweis vorab: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Er ersetzt keine medizinische Beratung.

Was sind Cannabinoide überhaupt?

Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die natürlicherweise in der Hanfpflanze vorkommen. In der frischen Pflanze liegen sie meist als Säuren vor (etwa THCA oder CBDA) und wandeln sich erst durch Wärme, Licht und Zeit in ihre bekannten Formen um. Dieser Vorgang wird Decarboxylierung genannt. Cannabinoide unterscheiden sich vor allem darin, wie stark sie psychoaktiv wirken und welche Eigenschaften ihnen zugeschrieben werden.

THC – das bekannteste Cannabinoid

Tetrahydrocannabinol, kurz THC, ist der Stoff, der für die typische berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich ist. THC ist also psychoaktiv. In Deutschland ist der Umgang mit THC-haltigem Cannabis gesetzlich geregelt, und es gelten klare Vorgaben. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte sich stets über die aktuelle Rechtslage informieren.

CBD – der nicht berauschende Gegenspieler

Cannabidiol (CBD) ist neben THC das wohl bekannteste Cannabinoid. Anders als THC wirkt CBD nicht berauschend. Es ist in vielen Produkten enthalten, etwa in Ölen, Blüten oder Kosmetik. In unserer CBD-Kategorie findest du eine Auswahl an Produkten rund um Cannabidiol. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag zu CBD-Blüten Wissen. Wir machen ausdrücklich keine gesundheitsbezogenen Aussagen oder Heilversprechen.

CBG – die Vorstufe vieler Cannabinoide

Cannabigerol (CBG) wird gern als „Mutter aller Cannabinoide“ bezeichnet. Der Grund: Aus seiner Säureform CBGA entstehen im Verlauf des Pflanzenwachstums andere Cannabinoide wie THC und CBD. In reifen Pflanzen ist daher meist nur noch wenig CBG übrig. Auch CBG gilt als nicht berauschend.

CBN – das Abbauprodukt von THC

Cannabinol (CBN) entsteht überwiegend dann, wenn THC über längere Zeit Licht, Luft und Wärme ausgesetzt ist. Es ist also häufig ein Zeichen für gealtertes Pflanzenmaterial. CBN wirkt nur schwach psychoaktiv und tritt in frischen Blüten meist in sehr geringen Mengen auf.

Die Cannabinoide im Überblick

  • THC: psychoaktiv, gesetzlich reguliert, bekanntester Wirkstoff.
  • CBD: nicht berauschend, weit verbreitet in Ölen, Blüten und Kosmetik.
  • CBG: nicht berauschend, Vorstufe vieler anderer Cannabinoide.
  • CBN: schwach psychoaktiv, entsteht beim Abbau von THC.

Was ist der Entourage-Effekt?

Mit dem Begriff Entourage-Effekt wird die Annahme beschrieben, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze – also Cannabinoide gemeinsam mit Terpenen und weiteren Verbindungen – im Zusammenspiel anders wahrgenommen werden als einzelne, isolierte Stoffe. Vereinfacht gesagt: Das Ganze könnte mehr sein als die Summe seiner Teile. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist. Belastbare, allgemeingültige Aussagen lassen sich daraus nicht ableiten.

Fazit

THC, CBD, CBG und CBN sind unterschiedliche Cannabinoide mit jeweils eigenen Eigenschaften. Wer die Begriffe einordnen kann, versteht Produkte und Diskussionen rund um Hanf deutlich besser. Du möchtest selbst stöbern? Wirf einen Blick in unseren Shop oder melde dich bei Fragen einfach über die Kontaktseite. Alle Informationen in diesem Beitrag richten sich an Erwachsene ab 18 Jahren und stellen keine Beratung im medizinischen Sinne dar.

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